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ASEAN Brüssel, 3. März 201

EU nimmt bilaterale Handelsverhandlungen mit Singapur auf

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EU-Handelskommissar Karel De Gucht und der Handels- und Industrieminister Singapurs, Lim Hng Kiang, verkündeten heute die offizielle Aufnahme der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur. Die erste Verhandlungsrunde soll vom 8. - 12. März 2010 in Singapur stattfinden. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur (EUSFTA) ist ein Meilenstein in den langjährigen Beziehungen der EU mit Singapur.

Kommissar Karel De Gucht erklärte: „Das vorgeschlagene Freihandelsabkommen wird die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Singapur und der EU stärken, neue Möglichkeiten für Händler und Verbraucher schaffen und zum Wachstum unserer Volkswirtschaften beitragen. Darüber hinaus ist es eine wichtige Grundlage für das Engagement der EU in der ASEAN-Region.“

Minister Lim erklärte ergänzend: „Die EU ist ein wichtiger Wirtschaftspartner Singapurs. Dieses Freihandelsabkommen ist ein großes Projekt, durch dessen Abschluss die hervorragenden wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Singapur und der EU sicher noch besser werden. Singapur freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit der EU bei der Erarbeitung eines ehrgeizigen Abkommens, von dem die Unternehmen auf beiden Seiten profitieren werden“.

Am Ende ihres Treffens betonten Minister Lim und Kommissar De Gucht, dass sich sowohl Singapur und als auch die EU verpflichten, auf den baldigen Abschluss eines anspruchsvollen Freihandelsabkommens hinzuarbeiten. Beide Seiten kamen ferner überein, im Rahmen der Welthandelsorganisation weiter eng zusammenzuarbeiten und insbesondere den Abschluss der Doha-Runde voranzutreiben.

Singapur und die EU haben enge wirtschaftliche Beziehungen, die durch das EUSFTA noch verbessert werden sollen. Die EU ist der größte Handelspartner Singapurs und der wichtigste ausländische Investor in dem Land. Der bilaterale Handel belief sich 2008 auf über 55 Mrd. EUR. Umgekehrt liegt Singapur an 15. Stelle der Handelspartner der EU und ist ihr größter Handelspartner unter den ASEAN-Staaten. Auch im Bereich Investitionen haben beide Seiten solide Beziehungen aufgebaut. Im Laufe der Jahre haben Singapur und die EU über 100 Mrd. EUR in der jeweils anderen Volkswirtschaft investiert.

Hintergrund

Singapur ist einer der zehn Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Staaten (ASEAN). Mit einem bilateralen jährlichen Handelsumsatz in Waren und Dienstleistungen von etwa 175 Mrd. EUR sind die ASEAN-Länder der drittgrößte Handelspartner der EU außerhalb Europas. Dabei entfällt beinahe ein Drittel dieses Umsatzes auf den Handel zwischen der EU und Singapur, was das Land klar zum wichtigsten Handelspartner der EU in Südostasien macht. Auch im Bereich Investitionen können die EU und Singapur Erfolge vorweisen; so beliefen sich die bilateralen Investitionsbestände 2007 auf 100 Mrd. EUR.
Bereits heute haben EU-Unternehmen aus vielen Branchen Singapur als eine Plattform für Geschäfte mit den Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans ausgewählt. Ein Freihandelsabkommen wäre ein Weg zur Schaffung zusätzlicher Möglichkeiten für Handel und Investitionen. Die ASEAN-Märkte gelten als prioritäre Märkte für EU-Ausführer. Im Dezember vergangenen Jahres gaben die EU-Mitgliedstaaten der Kommission grünes Licht für die Fortführung der Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit einzelnen ASEAN-Staaten, zuallererst mit Singapur.