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ASEAN Brüssel, den 25. Februar 2010

EU-Handelskommissar Karel De Gucht reist nach Asien

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Der EU-Kommissar für Handel Karel De Gucht bereist vom 1.-5. März 2010 den asiatischen Kontinent. Mit seinem Besuch in Vietnam, Singapur und Indien wird das Engagement der Kommission bei der Erschließung neuer Ausfuhrmöglichkeiten in den aufstrebenden Märkten Asiens nachdrücklich unterstrichen. In Vietnam wird Kommissar De Gucht Gespräche über eine weitere Stärkung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Vietnam führen; in Singapur wird er die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einleiten und in Indien hat er vor, den laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen neue Impulse zu verleihen.

„Der Handel kann wesentliche neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung bereitstellen und hat eine Schlüsselbedeutung für die Erholung der Wirtschaft“, sagte De Gucht. „Asien bietet ein enormes Wachstumspotenzial für unsere Exporteure und mein Ziel ist es, neue Möglichkeiten für Export und Investitionen in dieser Region zu erschließen. Viele der aufstrebenden Märkte Asiens schotten sich mit Hilfe beträchtlicher Marktzutrittsschranken ab und die beste Methode zu ihrer Beseitigung sind ehrgeizige Freihandelsverhandlungen.“

Der EU-Kommissar für Handel wird in allen drei Ländern mit Politikern und hohen Regierungsvertretern zusammentreffen. Damit wird seinem Engagement Rechnung getragen, den Handel mit dieser Region als eine der Schwerpunktaufgaben zu definieren.

„Es ist meine Hoffnung, dass mit der Einleitung von Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen mit Singapur, dem ersten Land der ASEAN-Gruppe, ein Nachahmungseffekt bei anderen Ländern der Region ausgelöst wird. In Vietnam werde ich die Möglichkeiten ausloten, wie wir unsere Handelsbeziehungen mit dieser dynamischen Volkswirtschaft auf eine neue Ebene heben können. In Indien werde ich hingegen mein Bestes tun, um wesentliche Fortschritte in unseren bilateralen Handelsverhandlungen sicherzustellen. Die wirtschaftlichen Vorteile für beide Seiten könnten von beträchtlichem Umfang sein", fügte EU-Kommissar De Gucht hinzu.

Hintergrund


Vietnam (Montag, 1. März –- Dienstag, 2. März 2010)


Der Wert des bilateralen Warenhandels belief sich im Jahr 2008 auf beinahe 12 Mio. EUR, wobei die Handelswerte im Zeitraum 2004-2008 jährlich um 12 % gestiegen sind. Vietnam ist der fünftgrößte Handelspartner der EU aus dem Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN). Das Land hat im vergangenen Jahrzehnt eine rasante wirtschaftliche und soziale Wandlung erlebt und ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Öffnung einer Volkswirtschaft für Handel und Investitionen und die damit verbundene Minderung von Armut für Millionen von Menschen.

Heute ist Vietnam eine der am schnellsten wachsenden und dynamischsten Volkswirtschaften im ASEAN-Verband. Das BIP-Wachstum betrug im Zeitraum 2003-2008 durchschnittlich beinahe 8 %. Trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs im Jahr 2009 hat Vietnam in diesem Jahr eine bemerkenswerte Wachstumsrate von fast 5 % verzeichnet.

Singapur (Dienstag, 2. März – Mittwoch, 3. März 2010)

Singapur ist eines der zehn Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Staaten (ASEAN). Mit einem bilateralen jährlichen Handelsumsatz in Waren und Dienstleistungen von etwa 175 Mrd. EUR stellen die ASEAN-Länder zusammen den drittgrößten Handelspartner der EU außerhalb Europas dar. Dabei entfällt beinahe ein Drittel dieses Umsatzes auf den Handel zwischen der EU und Singapur, was das Land klar zum wichtigsten Handelspartner der EU in Südostasien macht. Auch im Bereich Investitionen können die EU und Singapur Erfolge vorweisen: So beliefen sich die bilateralen Investitionsbestände im Jahr 2007 auf 100 Mrd. EUR.

Bereits heute haben EU-Unternehmen aus vielen Branchen Singapur als eine Plattform für Geschäfte mit den Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans ausgewählt. Ein Freihandelsabkommen wäre ein Weg zur Schaffung zusätzlicher Möglichkeiten für Handel und Investitionen. Die ASEAN-Märkte gelten als prioritäre Märkte für EU-Ausführer. Im Dezember vergangenen Jahres haben die EU-Mitgliedstaaten der Kommission grünes Licht für die Fortführung der Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit einzelnen ASEAN-Staaten, zuallererst mit Singapur, gegeben.

Indien (Mittwoch, 3. März – Donnerstag, 4. März 2010)

Indien ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften, die die globale Wirtschaftsordnung im 21. Jahrhundert grundlegend ändern wird. Das Land vereinigt einen beachtlichen und dynamischen Markt mit über einer Milliarde Menschen mit einer Wachstumsrate zwischen 8 und 10 %. Die Mittelschicht des Landes ist halb so groß wie die gesamte Bevölkerung der EU mit einer Kaufkraft, die sich mit derjenigen bestimmter EU-Länder vergleichen lässt.

Mit einem Handelsumsatz von 61 Mrd. EUR im Jahr 2008 ist Indien bereits ein wichtiger Handelspartner der EU. Auch wenn das Land seinen Markt längst nicht mehr so abschottet wie es vor zwanzig Jahren der Fall war, setzt Indien weiterhin beträchtliche tarifliche und nichttarifliche Hemmnisse ein, die die völlige Entfaltung des Handelspotenzials mit der EU einschränken.

EU und Indien beabsichtigen, den bilateralen Handel mit Waren und Dienstleistungen mit Hilfe von im Jahr 2007 eingeleiteten Verhandlungen über ein ehrgeiziges und umfassendes Freihandelsabkommen zu erweitern.

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