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United States Brüssel, 26. März 2010

Treffen zwischen EU-Handelskommissar und Handelsbeauftragtem der USA

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EU-Handelskommissar Karel De Gucht traf heute erstmals mit dem US-Handelsbeauftragten, Botschafter Ron Kirk, zusammen. Der Kommissar unterstrich, dass ihm weiterhin an einer fruchtbaren transatlantischen Kooperation in der Handelspolitik gelegen ist, und hob die strategische Bedeutung einer noch stärkeren bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit hervor. Die EU und die USA erwirtschaften gemeinsam mehr als die Hälfte des weltweiten BIP und sind der wichtigste Handelspartner des jeweils anderen Wirtschaftsraums.

„In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir unbedingt den transatlantischen Handel vertiefen, um das Wachstum zu fördern“, so Kommissar De Gucht. „Die Zusammenarbeit bietet uns außerdem die Gelegenheit, gemeinsam den Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen. Deshalb möchte ich unbedingt die Umsetzung der Doha-Entwicklungsagenda vorantreiben. Kein anderes Instrument ist derart nutzbringend für die ganze Welt und bietet besseren Schutz vor Protektionismus.“

Das einstündige Treffen bot beiden Seiten die Gelegenheit, den Grundstein für eine produktive bilaterale Zusammenarbeit zu legen. Kommissar De Gucht und Botschafter Kirk sprachen die gesamte Bandbreite der Themen des transatlantischen Handels an, die von multilateralen Verhandlungen über aktuelle bilaterale Themen bis zum Transatlantischen Wirtschaftsrat reicht.

Hintergrund

Die EU und die USA sind der wichtigste Handelspartner des jeweils anderen Wirtschaftsraums. Das tägliche transatlantische Handelsvolumen beläuft sich auf etwa 1,9 Mrd. EUR, jährlich also auf etwa 700 Mrd. EUR. Die zwei Wirtschaftsräume sind in hohem Maße voneinander abhängig.

Da entweder die EU oder die USA für fast jedes andere Land der Erde der größte Handels- und Investitionspartner sind, bestimmen die transatlantischen Beziehungen außerdem maßgeblich das Weltwirtschaftsgefüge. Auf die EU und die USA zusammengenommen entfallen 53 % des weltweiten BIP und 31 % des internationalen Handels.

Die Direktinvestitionen der EU in den USA und umgekehrt erreichen gemeinsam etwa 1,89 Billionen EUR. Schätzungsweise 12 bis 14 Millionen Arbeitsplätze hängen von den transatlantischen Handelsbeziehungen ab. Ungefähr die Hälfte davon nehmen US-Amerikaner ein, die ihre Stellen direkt oder indirekt Unternehmen aus der EU zu verdanken haben.

Eine kürzlich im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie ergab, dass das gemeinsame BIP der EU und USA um etwa 160 Mrd. EUR zunehmen würde und die Exporte um 2,1 % bzw. 6,1 % steigen würden, wenn die Hälfte der nichttarifären Maßnahmen und Unterschiede bei den Vorschriften beseitigt würde.

Die EU und die USA befassen sich im Rahmen des 2007 gegründeten Transatlantischen Wirtschaftsrats (TWR) mit Fragen der Regulierung. Als hochrangiges Forum verleiht der TWR technischen Verfahren politisch einen zusätzlichen Schub, so dass in verschiedenen Bereichen schneller Fortschritte erzielt werden können. Dies gilt insbesondere für die Kooperation bei der Regulierung, Investitionen, den Schutz des geistigen Eigentums, Innovationen, den sicheren Handel und Finanzmarktfragen.

Weitere Informationen

über die Studie der Europäischen Kommission Non-Tariff Measures in EU-US Trade and Investment – An Economic Analysis (auf Englisch)