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China Brüssel, 20. Juli 2010

EU-Handelskommissar Karel De Gucht eröffnet „Trade Days“ auf Weltausstellung in Shanghai

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Am Donnerstag, dem 22. Juli, eröffnet EU-Handelskommissar Karel De Gucht im europäischen Pavillon auf der Expo 2010 in Shanghai die „Trade Days“. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung dem Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen der EU und China zukommt. Führende europäische Unternehmer und international renommierte Wirtschaftswissenschaftler werden sich über die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China austauschen. Des Weiteren findet eine Verkostung hochwertiger traditioneller Lebensmittel aus Europa statt.

„Ich sehe enorme Möglichkeiten für europäische Unternehmen in China, aber ihre Verwirklichung vollzieht sich nicht von alleine,“ so Kommissar De Gucht. „Ich möchte die Hindernisse für eine stärkere wirtschaftliche Integration beseitigen und die Chancen nutzen, die der Handel mit sich bringen kann. Die gegenseitige Abhängigkeit von Europa und China in unserer heutigen Welt bedeutet, dass Partnerschaft und gemeinsame Verantwortung Hand in Hand gehen müssen.“

In seiner Grundsatzrede wird der Kommissar hervorheben, welches Potenzial im Handel mit China steckt, und auf die Fragen eingehen, die zur Gewährleistung langjähriger Geschäftsbeziehungen geregelt werden müssen. Der zweite Hauptredner ist der stellvertretende Handelsminister der Volksrepublik China Gao Hucheng. Zu den weiteren Referenten zählen hochrangige Vertreter führender europäischer Unternehmen, die in China Geschäfte tätigen, sowie Professoren der bekanntesten europäischen und chinesischen Hochschulen und Wirtschaftsakademien.

Im Rahmen der Veranstaltung findet auch eine Verkostung von Lebensmitteln und Getränken mit „geschützter geografischer Angabe“ statt, bei der die Teilnehmer die Vielfalt hochwertiger regionaler Spezialitäten aus Europa erleben können. Die EU und China haben vereinbart, den Handel mit hochwertigen Traditionsprodukten, die durch geografische Angaben geschützt sind (wie Champagner oder Longjing-Tee), zu fördern und haben daher Verhandlungen über den Schutz solcher geografischen Angaben aufgenommen.

Auf dem Programm von Kommissar De Gucht in China steht auch ein Treffen mit Vertretern der europäischen Wirtschaft, bei dem die jüngsten Erfahrungen mit Investitionen in China erörtert werden.

Weitere Informationen über „Trade Days“  en

Hintergrund

Die EU auf der Expo in Shanghai

Die „Trade Days“ am 22. und 23. Juli 2010 finden im weiteren Kontext der Teilnahme der Kommission an der Expo in Shanghai von Mai bis September statt.
Angesichts der Tatsache, dass die EU Chinas wichtigster Wirtschaftspartner ist, hat die Europäische Kommission die Einladung zur Teilnahme an der Veranstaltung angenommen. Sie hat einen gemeinsamen Pavillon mit Belgien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Im EU-Pavillon werden 30 000 Besucher pro Tag erwartet – und damit insgesamt über 5 Millionen.

Der Handel zwischen der EU und China

China ist mit einem Anteil von etwa 11 % am Weltwarenhandel der größte Ausführer überhaupt. Die Volksrepublik hat als erstes großes Land ihren Weg aus der Krise gefunden und dürfte 2010 die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt werden.
Der Warenhandel zwischen der EU und China belief sich 2009 auf 296 Mrd. EUR, der Handel mit Dienstleistungen auf 31 Mrd. EUR.
Die europäischen Länder importierten 2009 Waren im Wert von 215 Mrd. EUR aus China. Damit ist China Europas größte Bezugsquelle für Fertigerzeugnisse.
China ist der am schnellsten wachsende Exportmarkt Europas, auf den im Jahr 2009 Warenausfuhren im Wert von 82 Mrd. EUR entfielen.

Weitere Informationen:
Handel EU-China - Facts and Figures en
Handelsbeziehungen der EU mit China en
Analyse ausländischer Direktinvestitionen Chinas en