Erfahrungsbericht:

Handelsabkommen machen kleine Länder auf die Karte

Handelsabkommen machen kleine Länder auf die Karte

ABCON kann ein kleines Unternehmen in einem kleinen Land sein, aber Handelsabkommen verleihen uns internationale Reichweite.
Barry Smith
Director, ABCON

Das Unternehmen in ländlichen Irland stellt seit 2005 spezialisierte Schleifmittel für schwierige Zufahrtsgebiete oder spezielle Endbearbeitungen auf metallischen Oberflächen her. Ihre Produkte werden unter anderem in der Präzisionstechnik, der Luft- und Raumfahrtindustrie und der Automobilindustrie eingesetzt. Dank der Handelsabkommen haben sie nun Kunden in Südkorea, Chile, Singapur und Kanada, um nur einige zu nennen.

Nutzung der Vorteile des geringeren Verwaltungsaufwands

„Wir produzieren ein Nischenprodukt, das zu einem Preis verpackt und versandt werden kann, den der Markt akzeptieren kann, neben hervorragender Serviceleistung und technischer Unterstützung“, erklärt Herr Smith.

Bei den spezialisierten Produkten von ABCON machen die Handelsabkommen keinen großen Unterschied zur Preisgestaltung, da der WTO-Zollsatz für diese Erzeugnisse bereits niedrig ist (2-3 %). Wo ABCON der Nutzen von Handelsabkommen wirklich ist, ist der bürokratische Aufwand und die Schnelligkeit durch den Zoll.

„Bis zum Abschluss des Handelsabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) könnte es 12-15 Tage dauern, bis unsere Produkte über den Zoll gelangen, aber dank CETA werden die Sendungen nun innerhalb eines Tages auf den Zoll gebracht. Auch der bürokratische Aufwand hat sich verringert, was den Druck auf unser Logistikteam verringert“, so Herr Smith.

Als ABCON seine Tätigkeit aufnahm, waren neun Mitarbeiter beschäftigt. Heute verfügen sie über 140 Vollzeitbeschäftigte, die das Unternehmen zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region machen. Neben denen, die sie direkt beschäftigen, arbeiten sie für verschiedene Dienstleistungen mit lokalen Zulieferern und Unterauftragnehmern zusammen. Auf diese Weise haben Handelsabkommen positive Auswirkungen auf EU-Unternehmen, die möglicherweise gar nicht exportorientiert sind.

In Japan erfährt man sich

ABCON bewegt sich nun auf den japanischen Markt, was eine direkte Folge des Handelsabkommens zwischen der EU und Japan ist. Herr Smith erklärt: „vor der Vereinbarung bestand fast keine Möglichkeit, ABCON dort zu handeln, da Japan ein sehr schwieriger Markt ist und wir im Land keine Traktion haben.“ Zum ersten Mal erhalten sie Anfragen von potenziellen Kunden in Japan. Kürzlich hat das EEN-Mitglied Enterprise Ireland ein Kontingent japanischer Geschäftsleute nach Irland gebracht und die ABCON-Website besucht. Die japanischen Besucher verfügten über wenig Vorkenntnisse über Irland, und das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan war eine wichtige Anziehungskraft.

„Potenzielle Kunden kennen häufig Irland für seinen Tourismus oder vielleicht seine Pharmaindustrie, aber nicht unbedingt als Industrielieferant, und Handelsabkommen sind ein wirksames Instrument, um diese Wahrnehmungen zu ändern. Mehr denn je eröffnen EU-Handelsabkommen kleinen Unternehmen große Chancen“, so Herr Smith.

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