Erfahrungsbericht:

Mittelständische Unternehmen, die die Vorteile aus Handelsabkommen nutzen

Mittelständische Unternehmen, die die Vorteile aus Handelsabkommen nutzen

Ulla Kjær Jensen, Leiter der Global Regulatory Affairs Manager von Palsgaard, beaufsichtigt ein Team, das sich mit Vorschriften und der Einhaltung der Vorschriften befasst.

Bei der Suche nach Exportmärkten berücksichtigt Palsgaard immer Handelsabkommen, weil sie sich auf Geschäftsmöglichkeiten auswirken.
Ulla Kjær Jensen, Palsgaard

Unabhängig davon, ob Sie von Palsgaard gehört haben oder nicht, haben Sie ihre Produkte mehr als wahrscheinlich konsumiert. Sie erzeugen Emulgatoren und Stabilisatoren für die Lebensmittelindustrie. Da es sich um Spezialerzeugnisse handelt, die in kleinen Mengen verwendet werden, waren die Ausfuhren für ihr Unternehmen stets von großer Bedeutung, und heute werden 90 % ihrer Erzeugnisse exportiert.

Das Team von Frau Jensen arbeitet hinter den Kulissen und prüft die Vereinbarungen, um sicherzustellen, dass jedes Palsgaard-Produkt korrekt eingestuft wird. Die Zusammensetzung der einzelnen Waren bestimmt ihre Kategorie und damit die Zollbefreiungen. Sobald diese Arbeit abgeschlossen ist, ist der Export sehr einfach.

Für Ausfuhren ist entweder das Formblatt EUR.1, eine Erklärung auf der Rechnung oder eine Langzeit-Lieferantenerklärung (LTSD) erforderlich. Langzeit-Lieferantenerklärungen sind einmalige Erklärungen, die für Warensendungen für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gültig sind. „Da eine LTSD länger gültig ist, reduziert sie den Verwaltungsaufwand weiter“, sagt Frau Jensen.

Massive Einsparungen bei den Zöllen

Jedes Handelsabkommen ist unterschiedlich, so dass die Einsparungen von Land zu Land unterschiedlich sind.

„Die Abschaffung der Zölle durch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea hat zu massiven Einsparungen bei Palsgaard-Produkten für südkoreanische Kunden geführt.“ So ist beispielsweise der Zoll auf Palsgaard-Kristallisatorlösung für Margarine und Spreads infolge dieses Abkommens von 36 % auf 0 % gesunken. Dies erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Palsgaard auf dem südkoreanischen Markt erheblich.

Palsgaard findet das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Ägypten besonders vorteilhaft für ihre Ausfuhren, da „eine breite Palette unserer Waren die Voraussetzungen für den Präferenzursprungsstatus erfüllt und somit von den Zöllen befreit ist“. So produziert Palsgaard eine Reihe von Emulgatoren für Kuchen. Die Zölle auf viele dieser Erzeugnisse sind infolge des Abkommens von 5 % auf 0 % gesunken.

Heutzutage investieren

Palsgaard unterhält seit einiger Zeit auch Handel mit Vietnam, und das Team von Frau Jensen prüft derzeit, wie das neue Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam ihren Unternehmen zugutekommen wird. Dieses Abkommen trat am 1. August 2020 in Kraft und wird mehr als 99 % aller Zölle beseitigen und den Rest durch begrenzte Nullzollkontingente teilweise beseitigen. Das Team für Regulierungsfragen von Palsgaard prüft derzeit neben jedem Palsgaard-Produkt die Einzelheiten der Vereinbarung, um festzustellen, welche Zollbefreiungen gelten.

Honorierung der Belohnungen

Palsgaard verfügt derzeit über Anlagen in Dänemark, den Niederlanden, Brasilien, Mexiko, China und Malaysia. Während diese Standorte auf der Grundlage der Märkte und/oder der Rohstoffversorgung ausgewählt wurden, ist Frau Jensen sicher, dass „Palsgaard die Möglichkeiten von Handelsabkommen für künftige Standorte berücksichtigen wird.“ Mit einem Jahrhundert Handel blickt Palsgaard auf ein anhaltendes globales Wachstum – dank der Handelsabkommen der EU in keinem kleinen Teil. Gute Nachrichten für seine Mitarbeiter!

Palsgaard, der vor mehr als einem Jahrhundert in Dänemark gegründet wurde, ist ein europäisches Unternehmen mit einer langen Geschichte des grenzüberschreitenden Handels. Das Unternehmen exportiert derzeit in 110 Länder, darunter 40 Länder mit EU-Handelsabkommen.

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