Erfahrungsbericht:

Bergbau zum Erfolg in Japan

Bergbau zum Erfolg in Japan

Der Handel von Marin Baturov mit Japan hat seit dem Inkrafttreten des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen der EU und Japan im Februar 2019 erheblich zugenommen. Marin Baturov ist ein familieneigener Natursteinlieferant mit Sitz in Bulgarien. Sie wurden 1996 gegründet und verfügen sowohl vor als auch nach Inkrafttreten des Abkommens über Erfahrung im Handel mit Japan. Für das bulgarische Unternehmen sind die praktischen Vorteile des Handelsabkommens bei seinen Ausfuhren in die Region klar erkennbar.

Japan führt sehr strenge Zollkontrollen durch, doch das Partnerschaftsabkommen hat dieses Hindernis für EU-Exporteure abgebaut. Eine der größten Verbesserungen für europäische Unternehmen ist die Verringerung des Verwaltungsaufwands.
Irina Gueorguieva, Exportmanagerin bei Marin Baturov

Der einfache Export

Vor der Einigung musste Marin Baturov ein Pflanzengesundheitszeugnis, das für die Beförderung von Sendungen pflanzlichen Ursprungs erforderlich ist, ein Ursprungszeugnis, eine Rechnung, eine Packliste und ein Begasungszeugnis vorlegen. Dank des Handelsabkommens zwischen der EU und Japan benötigen die japanischen Zollbehörden von europäischen Unternehmen keine Pflanzengesundheitszeugnisse und Ursprungszeugnisse mehr. Darüber hinaus können EU-Exporteure nach Japan den Prozess nun online durchführen, d. h. das Exportteam von Marin Baturov spart jetzt viel Zeit auf Papier. Dieser Online-Prozess hat einen weiteren Vorteil für die Unternehmen – er senkt die Kurierkosten erheblich. Zuvor musste Marin Baturov diese Papierdokumente getrennt über kostspielige internationale Kuriere versenden. Jetzt werden nur wenige Mausklicks benötigt.

Insgesamt geht Frau Gueorguieva davon aus, dass es in Bulgarien eine Verzögerung von einem Tag und für jede Sendung um einen Tag zu einer weiteren Zollverspätung in Japan gab. Zwei Tage Verwaltungsaufwand und Kontrollen wurden dank des Handelsabkommens nun durch ein sehr einfaches zehnminütiges Verfahren ersetzt.“

Verständnis des japanischen Marktes

Marin Baturov habe bereits einige Kunden in Japan gehabt, als sie an einer EU-finanzierten Mission in Japan teilgenommen hätten (EU Gateways Business Avenues Programme), um mehr über die Unternehmenskultur zu erfahren und sich mit neuen potenziellen Kunden in Verbindung zu setzen. „In Japan haben wir erfahren, dass sie sehr hohe Standards haben“, sagt Frau Gueorguieva. Der japanische Markt z. B. verfügt über eine geringe Toleranz gegenüber Veränderungen des Korns oder der Farbe von Naturstein, so dass Marin Baturov kontinuierlich bemüht ist, ein hochgradig konsistentes Produkt zu gewährleisten. Frau Gueorguieva erklärt: „Sie haben hart daran gearbeitet, die Erwartungen japanischer Importeure zu erfüllen, die sich ihrerseits als sehr engagiert für die Geschäftsbeziehung erwiesen haben.“ Es ist die Stärke dieser Beziehungen, die Japan zu einem „verdrängten Markt“ macht.

Weltweiter Verkauf, Gewinne vor Ort

Marin Baturov hat seine Belegschaft in den letzten Jahren auf etwa 45 Mitarbeiter erhöht, was auf einen Anstieg der Aufträge aus Japan zurückzuführen ist, auf den inzwischen 13 % des Umsatzes entfallen. Die lokalen Lieferanten von Verpackungen und verwandten Materialien des Unternehmens profitieren ebenfalls von den gestiegenen Ausfuhren nach Japan. Dies ist nicht nur auf die Zunahme des Volumens, sondern auch auf kulturelle Unterschiede zurückzuführen. Die japanischen Verbraucher erwarten, dass ihre Produkte stark und einzeln verpackt sind und Steine nicht anders sind. Marin Baturov führt daher ihren Stein in kleinen, einzeln verpackten Partien nach Japan aus, die der Tatsache Rechnung tragen, dass die japanischen Gärten im Durchschnitt nur 5 m² betragen, während es in Europa durchschnittlich 50 m² gibt. Diese kleineren Verpackungspartien erfordern mehr Verpackungsmaterial (Paletten, Nägel, Folien usw.), das Marin Baturov vor Ort bezieht.

Der verstärkte Handel von Marin Baturov mit Japan hat zu unerwarteten Vorteilen für die europäischen Verbraucher geführt. „In Japan ist der Kunde king“, erklärt Frau Gueorguieva, und Marin Baturov hat zum Vorteil ihrer europäischen Kunden ihren Kundendienst verbessert, um diese hohen Standards zu erfüllen. Dies zeigt, wie das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan – und auch alle Handelsabkommen der EU – uns allen zugute kommen.

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Ursprungsregeln

Abkommen über eine Wirtschaftspartnerschaft zwischen der EU und Japan

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