Version: 1.8.0.47 (2021-06-11 17:11)

Handelsabkommen

Derzeit verfügt die EU über das größte Handelsnetz der Welt mit über 40 Einzelabkommen mit Ländern und Regionen. Diese Abkommen erleichtern den Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und ihren externen Partnern.

Neue Abkommen werden noch in die Liste aufgenommen, ältere Abkommen werden derzeit überprüft und mit den Partnerländern über Aktualisierungen verhandelt.

Zollabbau

Einige der Abkommen konzentrieren sich hauptsächlich auf den Abbau von Zöllen.

  • Assoziationsabkommen mit acht Mittelmeerländern (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, besetztes palästinensisches Gebiet und Tunesien)
  • Abkommen mit Mexiko und Chile.
  • Abkommen über den Wirtschaftsraum mit Island, Liechtenstein und Norwegen
  • Zollunion mit der Türkei, Andorra und San Marino
  • Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit sechs Ländern des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien) mit zusätzlichen Bestimmungen zur Vorbereitung ihrer schrittweisen Integration in den EU-Markt
  • Abkommen mit der Schweiz und den Färöern

Umfassenderer Marktzugang

Andere umfassen weitaus umfassendere Verpflichtungen zur Öffnung des Handels mit Waren und Dienstleistungen sowie zu Investitionen, öffentlichen Aufträgen, Wettbewerb, Subventionen und Regulierungsfragen.

Durch diese Abkommen sollen stärker regel- und wertebasierte Handelssysteme mit den jeweiligen Partnerländern entwickelt werden; sie enthalten u. a. spezielle Bestimmungen zu Handel und nachhaltiger Entwicklung.

Die jüngsten Bestimmungen enthalten auch spezifische Bestimmungen zur Bewältigung der Herausforderungen, mit denen moderne Volkswirtschaften und Gesellschaften konfrontiert sind, wie das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Japan, das ein Kapitel über kleine und mittlere Unternehmen enthält, sowie spezielle Bestimmungen über Informations- und Telekommunikationsdienste und den elektronischen Geschäftsverkehr.

Rechtsangleichung

Eine bestimmte Art von Abkommen konzentriert sich auf die Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und ihren Nachbarn, indem deren Regelungsrahmen enger an das EU-Recht angeglichen werden, insbesondere in handelsbezogenen Bereichen. Dies gilt beispielsweise für die Vereinbarungen mit

Entwicklung

Eine andere besondere Art von Abkommen hat ein ausdrückliches Entwicklungsziel. Es sind asymmetrische Handelsabkommen, die aufseiten der AKP-Staaten eine Liberalisierung von etwa 80 % des Handels über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren vorsehen, während die EU von Tag eins an zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt garantiert.

Derzeit betreffen die meisten dieser Abkommen den Warenhandel und die Entwicklungszusammenarbeit. Das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) mit der Karibik enthält auch Bestimmungen über Dienstleistungen, Investitionen und andere handelsbezogene Themen.

Im Rahmen dieser Abkommen leistet die EU erhebliche handelsbezogene Hilfe, um die Partnerländer bei der Umsetzung der Abkommen, der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Ausfuhren und dem Aufbau wirtschaftlicher Infrastruktur zu unterstützen. Die betreffenden Länder gehören zu den Regionen Afrikas, des karibischen Raums und des Pazifischen Ozeans.

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