Erfahrungsbericht:

Handelsabkommen schaffen die richtige Chemie für Wachstum

Handelsabkommen schaffen die richtige Chemie für Wachstum

Handelsabkommen führen zu mehr Handlungsfreiheit und mehr Kontrolle über unser Produkt.
Frank Meyer
Geschäftsführer, CeraNovis

Das Unternehmen Saarbrücken exportiert 35 % seiner Produktion über die Grenzen der EU hinaus in Länder mit und ohne Handelsabkommen. „Der Unterschied, den ein Handelsabkommen macht“, sagt Herr Meyer, „ist erheblich“.

CeraNovis liefert ein breites Spektrum an Hochleistungsbeschichtungen für industrielle Anwendungen in den Bereichen Wärmeaustausch, Gießerei und Raumfahrt. Die Produkte stehen am oberen Ende des Marktes, die Kunden werden jedoch immer vom Preis beeinflusst. Hier zeigen Handelsabkommen wirklich ihre Stärke. „Aufgrund der Abschaffung der Zölle ist CeraNovis ein wirklich wettbewerbsfähiger Akteur in Kanada, Südkorea und Südafrika“, erklärt Meyer, und die Einnahmen für das Unternehmen seien unmittelbar durch Handelsabkommen mit diesen Märkten gestiegen.

Zeitersparnis ist eingespartes Geld

Der grenzüberschreitende Transport von Chemikalien kann kompliziert sein. Für ein junges Unternehmen, das über ein kleines Lieferkettenmanagementteam verfügt, kann der Verwaltungsaufwand sehr aufwändig sein, wenn kein Handelsabkommen besteht. So ist die Beschaffung von CeraNovis-Produkten an chinesische Kunden immer ein schwieriges Verfahren, während der Verkauf an ihre südkoreanischen Kunden im Rahmen des Handelsabkommens zwischen der EU und Südkorea „ein Stück Kuchen“ ist, so Herr Meyer.

Für CeraNovis hat das CETA, das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada, besondere Vorteile mit sich gebracht. Seit CETA ist die Konformitätserklärung insgesamt viel einfacher geworden, ein Verwaltungsverfahren, das zuvor zwei Tage in Anspruch nahm, dauert nun zwei Stunden. Außerdem kann CeraNovis nun als registrierter Ausführer mit Ursprungszeugnis auftreten. „Für unsere Kunden hat dies den Einfuhrprozess wesentlich erleichtert und zudem die Endkosten unserer Ware in Kanada um 5-10 % gesenkt“, so Herr Meyer.

Persönliche Berührung schafft zusätzlichen Nutzen

Als kleines Unternehmen, das ein Nischenprodukt liefert, schätzt CeraNovis den direkten Kontakt zu ihren Kunden. „Dies hilft uns, unseren Finger auf dem Puls dessen zu halten, was die Kunden brauchen“, sagt Herr Meyer. Für ihn sind enge Beziehungen zu den Kunden ohne Handelsabkommen fast unmöglich.

Wenn CeraNovis in Länder ohne Handelsabkommen exportiert, muss es einen lokalen Vertreter einsetzen. Dies wirkt sich nicht nur auf die untere Linie aus, da der Vertreter einen Prozentsatz einnimmt, sondern dass ein ganz wichtiger direkter Kundenkontakt oft verloren geht. Im Falle eines Handelsabkommens unterhalten sie enge Geschäftsbeziehungen, die es ihnen ermöglichen, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten und unmittelbar auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen.

In einigen kurzen Jahren hat CeraNovis einen Raum für sich genommen ausgehöhlt, indem es 15 Mitarbeiter beschäftigte und nun unabhängig von seinen Wagniskapitalanfängen tätig ist. Handelsabkommen haben bei der Entwicklung ihrer internationalen Märkte eine entscheidende Rolle gespielt und prüfen weiterhin Länder mit Handelsabkommen auf neue Märkte. Die Stifte sind zu gut, um ignoriert zu werden.

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